Von Verlierern zu Siegern!

Wir Grüne sind schon ein seltsames Völkchen. Vier Jahre ist es her da : 8,4 % ! Katastrophe! Zugegeben wir hatten 2,3 % verloren, aber das knapp das viertbeste Ergebnis (2002:8,6). Und Trittin, unsere Nähe zur SPD, der Wahlkampf an sich, Veggie-Day, galten als Gründes des Misserfolgs. Wenn ich mich recht erinnere, hatte KGE sogar Tränen in den Augen!

Vier Jahre später: 8,9 % ! Erfolg! Freude allenthalben! Zugegeben, die Prognosen ließen schlimmere Werte vermuten. Unser allerlieber Tarek spricht nun vom zweitbesten Ergebnis und rührt mit Kretsch schon mal kräftig die Werbetrommel für Jamaika.KGE? Lacht und freut sich! Aber was hatten wir uns nicht alles versprochen nun wo wird einen eigenständigen Wahlkampf führten ( als ob wir früher abhängige Wahlkämpfe geführt hätten), zwei propere Realos als SpitzenkandidatInnen und nicht so nen Stinkstiefel wie Trittin, kein Bevormundungen, eine Perspektive mit Angela, und dann noch als Steilvorlagen:

Dieselgate (Umweltpartei),
Einwanderung (Bürgerrechtspartei),
BREXIT (Europapartei) und
Trump (Gutmenschenpartei)!

Drittstärkte Partei war der Anspruch. Und? (Wieder) Kleinste Fraktion im Bundestag! Aber he, super,oder?!

So werden Verlierer zu Siegern im öffentlichen Bewusstsein einfach ummoderiert. Denn, machen wir uns nichts vor: Die bürgerliche Öffentlickkeit möchte keine Änderungen. Sie will Angie (zumindest galt dies bis zum Wahlsonntag) und ihre bürgerliche Parteien CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE. Ja, bürgerlich sind wir GRÜNEN nun. Sprich: Bitte keine Veränderungen oder gar Reformen. Bürgerversicherung? Steht irgendwo im Wahlprogramm! Bedingungsloses Grundeinkommen ? Um Gottes Willen, viel zu gefährlich! Und das wir unsere Kretschmann-Grünen von E-Mobilität halten wissen wir spätestens der letzten BDK.“CETA/TTIP? Kretschmann will im Bundesrat zustimmen und unser aller Tarek hält flammende Parteitagsreden (vorletzte BDK) pro TTIP und CETA! Die Liste kann der gewogene Leser im Geiste ausbauen.
Die Linken sind im Westen stärker geworden nicht nur durch Wählerwanderung von SPD, sondern auch durch uns Grüne! Fortschrittliche Wähler, die wirklich Änderung wollen auch gegen das sogenannte Establishment oder die bürgerliche Öffentlichkeit wählen nun die Linke. Und wir GRÜNE freuen uns. Toni Hofreiter, Claudia Roth und Jürgen Trittin, etc. reagieren mit ihr larmoyanten Geschwurbel angesprochen auf Jamaika zwischen „oh bitte nein“ und „Was willste machen?“. Und sie werden auch Jamaika zustimmen. Bei aller Sympathie und Respekt für jeden Einzelnen der Genannten erscheinen sie mir doch (oft) eher pseudo-links, oder besser: angepasst-links. Dietmar Bartsch schwafelt jetzt gar schon von einer rot-roten Koalition. Wir Grünen gelten für ihn, und wahrscheinlich auch vielen Wählern im Westen, das zeigen die Wählerwanderungen in des westdeutschen Bundesländern, nicht mehr als „links der Mitte“!

So werden Sieger mittelfristig wieder zu Verlierern!

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